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Die Neandertal-Stadt im Kreis Mettmann

Mettmann: Stadtporträt, Wohnlagen und Lebensqualität

Mettmann ist die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises und liegt rund 15 Kilometer östlich von Düsseldorf. Die Stadt zählt etwa 39.600 Einwohner. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Siedlung im Jahr 904 unter dem Namen Medamana. Damit blickt Mettmann auf eine mehr als 1.100-jährige urkundlich belegte Geschichte zurück und zählt zu den ältesten Gemeinden im Bergischen Land. Überregional bekannt ist die Stadt durch das Neandertal. Entsprechend führt sie den Beinamen „Neanderthal-Stadt“.

Einwohnerzahl39.600
Infrastrukturgut
Bildungsehr gut
Freizeitwertsehr gut
Verkehrsanbindungsehr gut
ÖPNVgut

Mettmann grenzt im Westen an Düsseldorf. Im Uhrzeigersinn folgen Ratingen, Wülfrath, Wuppertal, Haan und Erkrath. Bereits 1363 wurde Mettmann zum Verwaltungszentrum des damaligen Amtes Mettmann. Diese Funktion setzt sich als Sitz der Kreisverwaltung bis heute fort.

Das Stadtgebiet umfasst rund 42,6 Quadratkilometer. Mit rechnerisch etwa 930 Einwohnern je Quadratkilometer gehört Mettmann zu den weniger dicht besiedelten Städten des Kreises. Gleichzeitig ist Düsseldorf gut erreichbar: Die S 28 fährt von Mettmann Zentrum in rund 20 Minuten zum Düsseldorfer Hauptbahnhof. Felder, Wälder und das Neandertal liegen von vielen Wohngebieten nur wenige Minuten entfernt.

Die Stadtteile und Wohnlagen von Mettmann

Mettmann ist nicht in mehrere gleich große Stadtteile gegliedert. Den größten Teil des besiedelten Stadtgebiets bildet die Kernstadt mit dem Stadtzentrum, der historischen Oberstadt und den umliegenden Wohngebieten. Nordwestlich davon liegt Metzkausen, im Norden Obschwarzbach. Hinzu kommen ländlich geprägte Gebiete mit Feldern und einzelnen Höfen sowie das Neandertal und verschiedene Gewerbestandorte. Die einzelnen Lagen unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Bebauung, Siedlungsdichte und Umfeld.

Innenstadt und Oberstadt

Die Oberstadt bildet den historischen Kern Mettmanns. Ein dicht geschlossener, seit dem Mittelalter bestehender Häuserring umgibt die katholische Kirche St. Lambertus. Fachwerkhäuser und Gebäude mit bergischer Schieferverkleidung prägen das Bild bis heute. Seit den 1960er-Jahren wurde die Mettmanner Innenstadt in mehreren Phasen umgebaut und modernisiert, unter anderem rund um den Jubiläumsplatz und die Straße Am Königshof.

Seit 2010 wurde die Innenstadt erneut weiterentwickelt. Aus dem ehemaligen Warenhaus entstand die heutige Galerie Königshof, die nach einer umfassenden Modernisierung 2019 wiedereröffnet wurde. An der Straße Am Königshof ergänzt das Königshof-Karree die Innenstadt um Wohn- und Geschäftsflächen. Auch Breite Straße und Johannes-Flintrop-Straße wurden neugestaltet. Seit 2020 sind sie als Fahrradstraße ausgewiesen; zugelassen sind außerdem Anlieger, Busse und Taxis.

In der Innenstadt befinden sich Einkaufsmöglichkeiten, Verwaltungseinrichtungen, Arztpraxen und gastronomische Angebote. Der Haltepunkt Mettmann Zentrum liegt am südlichen Rand des Zentrums und ist fußläufig erreichbar.

Metzkausen

Metzkausen liegt im Nordwesten und wurde im Jahr 1975 nach Mettmann eingemeindet. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war der Ort eine Streusiedlung ohne ausgeprägten Dorfkern. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet. Ende der 50er-Jahre setzte eine intensive Neubautätigkeit ein, die mit einem deutlichen Bevölkerungswachstum verbunden war.

Heute ist Metzkausen ein gewachsener Wohnstadtteil mit verschiedenen Einrichtungen des täglichen Bedarfs. Ein erster katholischer Kirchenbau entstand 1955; die heutige Kirche Heilige Familie wurde 1979 geweiht. Seit 2018 nutzen die katholische und die evangelische Gemeinde das Gebäude gemeinsam als Ökumenisches Zentrum. An der Hasseler Straße wurden bestehende Sportanlagen zum Sportzentrum „Auf dem Pfennig“ zusammengeführt. In den Randbereichen erinnern denkmalgeschützte Hofanlagen wie Gut Nösenberg und Benthausen an die landwirtschaftliche Vergangenheit Metzkausens.

Obschwarzbach und die ländlichen Randlagen

Obschwarzbach liegt nördlich der Mettmanner Kernstadt auf den Mettmanner Lössterrassen. Der Ortsteil umfasst die Bereiche Obschwarzbach und Niederschwarzbach und ist überwiegend ländlich geprägt. Entlang der L 422 befindet sich eine zusammenhängende Wohnsiedlung, deren erste Häuser nach Angaben der Stadt 1974 bezogen wurden.

Die Umgebung wird von landwirtschaftlichen Flächen, Guts- und Bauernhöfen sowie kleineren Bachtälern geprägt. Wülfrath, Heiligenhaus und Ratingen-Homberg liegen jeweils nur wenige Kilometer entfernt. Die Buslinie 748 verbindet Obschwarzbach über Ratingen-Homberg mit der Mettmanner Innenstadt und Wülfrath.

Auch im Süden und Südwesten umfasst das Stadtgebiet weitläufige Grün- und Landschaftsräume. Dort liegt das Neandertal, durch das die Düssel fließt und abschnittsweise die Stadtgrenze zu Haan und Erkrath bildet. Im Bereich ‚Am Stadtwald‘ wurde ein früheres Sportgelände zu einem Wohngebiet umgewidmet.

Infrastruktur und Verkehrsanbindung

Mettmann verfügt mit Mettmann Stadtwald, Mettmann Zentrum und Neanderthal über drei Stationen der S-Bahn-Linie S 28. Der Düsseldorfer Hauptbahnhof ist je nach Einstiegsstation in etwa 15 bis 20 Minuten erreichbar. In östlicher Richtung verbindet die S 28 Mettmann mit Wuppertal.

Ergänzt wird die Bahnanbindung durch zahlreiche Buslinien. Ein zentraler Umsteigepunkt ist der Jubiläumsplatz. Von Mettmann bestehen unter anderem Verbindungen in die umliegenden Städte und Stadtteile Düsseldorf, Erkrath, Haan, Hilden, Ratingen, Velbert und Wülfrath. Über die Anschlussstelle Mettmann ist die A 3 erreichbar. Die B 7 sowie die nahe gelegenen Autobahnen A 44, A 46 und A 535 stellen weitere Verbindungen ins Rheinland und ins Bergische Land her. Der Flughafen Düsseldorf liegt rund 20 Kilometer entfernt.

Mettmann verfügt über fünf Grundschulen, die Gesamtschule Mettmann, das Heinrich-Heine-Gymnasium und das Konrad-Heresbach-Gymnasium. Hinzu kommen eine Dependance der Carl-Fuhlrott-Hauptschule aus Erkrath, Förderschulen und das Berufskolleg Mettmann. Die frühere Carl-Fuhlrott-Realschule befand sich zuletzt im Auslaufprozess. Seit 2009 ist Mettmann zudem Standort der Fachhochschule der Wirtschaft. Volkshochschule, Musikschule und Stadtbibliothek ergänzen das Bildungsangebot der Stadt Mettmann. Für die medizinische Versorgung steht unter anderem das Evangelische Krankenhaus Mettmann zur Verfügung.

Mettmann ist zugleich ein bedeutender Arbeits- und Unternehmensstandort. Das Gewerbegebiet Neanderpark an der B 7 ist vollständig vermarktet und beherbergt zahlreiche Unternehmen.

Natur, Freizeit und Sehenswürdigkeiten

Das Neandertal ist die bekannteste Adresse der Region. Das Neanderthal Museum liegt auf Mettmanner Stadtgebiet und widmet sich der menschlichen Evolution und der Geschichte des Neandertalers. Die ursprüngliche Fundstelle befindet sich wenige Gehminuten entfernt auf Erkrather Stadtgebiet. Auch der größte Teil des Eiszeitlichen Wildgeheges gehört zu Erkrath. Wanderwege und weitere Erlebnisangebote verbinden Museum, Fundstelle, Wildgehege und die Landschaft des Neandertals. Neanderthal Museum

Zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt des Mettmanner Stadtgebiets liegen rund 128 Höhenmeter. Der niedrigste Punkt befindet sich im Neandertal, der höchste an der Stadtgrenze zu Wülfrath. Das Gelände ist durch zahlreiche Wander- und Radwege geprägt.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Kirche St. Lambertus in der Oberstadt, die Goldberger Mühle am Goldberger Teich und die katholische Kirche St. Judas Thaddäus in Obschwarzbach. Das Naturfreibad und die Neandertalhalle ergänzen das Freizeit- und Veranstaltungsangebot.

Die Sportvereine sind im Stadtsportverband Mettmann zusammengeschlossen. Der heutige Verein mettmann-sport e.V. entstand 2005 aus mehreren traditionsreichen Vorgängervereinen. Der FC Mettmann 08 bezeichnet sich mit rund 700 Mitgliedern als größten Fußballverein der Stadt. In Metzkausen ist der TCM 65 ein mitgliederstarker Tennisverein. Das Sportzentrum „Auf dem Pfennig“ bündelt dort mehrere Sportanlagen.

Zum kulturellen Angebot tragen unter anderem die Kulturvilla Mettmann, das Kunsthaus Mettmann und Stage ME mit Ausstellungen, Kursen und Veranstaltungen bei. Mit dem 1907 eröffneten Weltspiegel befindet sich in Mettmann das älteste bis heute durchgängig als Kino genutzte Lichtspielhaus Deutschlands. Darüber hinaus hat Radio Neandertal, das Lokalradio für den Kreis Mettmann, seinen Sitz in der Stadt.

Brauchtum und Vereinsleben

Der Mettmanner Kalender hat feste Höhepunkte. Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft geht auf das Jahr 1435 zurück und richtet jedes Jahr im Sommer das Schützenfest mit der Johanniskirmes aus. Das Festgelände zieht sich vom Jubiläumsplatz bis zum Königshofplatz. Nach Haan ist es die zweitgrößte Kirmes im Kreisgebiet.

An Karneval zieht der Mettmanner Karnevalszug durch die Innenstadt. Dazu kommen Stadtteilfeste, Flohmärkte und verkaufsoffene Sonntage mit Rahmenprogramm.

Immobilienmarkt in Mettmann

Für viele Kaufinteressenten aus dem Düsseldorfer Umland ist Mettmann eine Alternative zum angespannten Markt der Landeshauptstadt. Die Kombination aus drei Bahnstationen, viel Grün und einer vollständigen Schulinfrastruktur trägt die Nachfrage. Gleichzeitig ist die Stadt dünner besiedelt als die meisten Nachbarstädte im Kreis.

Die Auswertungen realer Verkaufspreise zeigen zuletzt vor allem für Häuser eine Seitwärtsbewegung. Je nach Objektart, Standort und Zustand verläuft die Entwicklung moderat bis stagnierend. Das Baualter spielt dabei eine große Rolle. Historische Substanz in der Oberstadt, Nachkriegsbestand in Metzkausen und Objekte in ländlicher Randlage folgen jeweils einer eigenen Bewertungslogik.

Aktuelle Zahlen finden Sie in unserer Übersicht der Verkaufspreise in Mettmann.

Für den Mietmarkt lohnt der Blick auf die Mietpreise in Mettmann.

Die Einordnung des Gesamtmarktes liefern aktuellen Marktberichte.

Wenn Sie den Verkauf einer Immobilie erwägen, finden Sie alle Schritte auf unserer Seite für den Immobilienmakler in Mettmann. Wir sind seit mehr als 30 Jahren mit der Region verbunden.

Als regionaler Immobilienmakler sind wir seit drei Jahrzehnten mit den Menschen in Mettmann verbunden. Wir beraten Sie mit detaillierter Expertise und Marktkenntnis beim Verkauf oder bei der Vermietung Ihrer Immobilie.

Tobias Otten ist Ansprechpartner für den Verkauf und die Vermietung von Immobilien in Ratingen

Tobias Otten

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