Sprung zum Inhalt
Preis-Check für Ihre Immobilie

Hilden kennenlernen: die Stadt an der Itter

Hilden liegt im Kreis Mettmann, südöstlich von Düsseldorf und westlich von Solingen. Hier geht die flache Landschaft des Rheinlands allmählich in die ersten Höhen des Bergischen Landes über.

Wer Hilden nur vom Namen her kennt, unterschätzt die Stadt leicht. Rund um die Mittelstraße zeigt sie sich sehr einladend: mit einer lebendigen Fußgängerzone, dem Alten Markt, historischen Bürgerhäusern und der Reformationskirche, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen.

Lage und Nachbarstädte

NordenErkrath
NordostenHaan
Osten und SüdostenSolingen
SüdenLangenfeld
WestenDüsseldorf

Der größte Teil Hildens liegt auf einer Niederterrasse. Während der Bahnhof im Westen rund 48 Meter über dem Meeresspiegel liegt, steigt das Gelände nach Osten spürbar an. Jaberg und Sandberg erreichen rund 107 beziehungsweise 106 Meter und bilden die höchsten Punkte des Stadtgebiets.

Auch die kommunale Gebietsreform von 1975 hat Hildens heutigen Zuschnitt geprägt. Das Gebiet nördlich der A46 mit Eickert, Haanhof und In den Benden kam zu Erkrath. Hilden erhielt im Gegenzug das zuvor zu Haan gehörende Gebiet Schönholz. Seitdem folgt die nördliche Stadtgrenze auf weiten Strecken der Autobahn.

Die Stadt und ihre Wohnbereiche

Hilden besitzt keine amtlich abgegrenzten Stadtteile im klassischen Sinn. Vororte und später eingemeindete Dörfer gibt es kaum. Die Stadt ist von ihrem Zentrum aus in die verschiedenen Himmelsrichtungen gewachsen. Im Alltag sprechen die Hildener deshalb von Mitte, Nord, Süd, Ost und West.

Innenstadt und historischer Stadtkern

Der Alte Markt bildet das historische Herz Hildens. Dort steht die Reformationskirche, deren romanische Ursprünge bis ins frühe 13. Jahrhundert zurückreichen. Sie zählt zu den bedeutenden historischen Bauwerken am Niederrhein. Rund um den Markt und in den angrenzenden Straßen sind bis heute alte Bürger- und Fachwerkhäuser erhalten.

Die Mittelstraße führt als weitläufige Fußgängerzone durch das Zentrum. Geschäfte, Cafés und Plätze machen sie zur belebten Achse der Innenstadt. Rund um den Nové-Město-Platz und auf früher gewerblich genutzten Flächen ist das Zentrum zugleich moderner geworden.

Norden

Im Norden folgt die Stadtgrenze über weite Strecken der A46. Mit der Giesenheide wurde hier eine der letzten größeren zusammenhängenden Flächen als Gewerbegebiet entwickelt. Wohnlagen und Gewerbeflächen liegen in diesem Teil der Stadt teilweise nah beieinander.

Osten und Nordosten

Im Nordosten beginnt mit dem Hildener Stadtwald das größte zusammenhängende unbebaute Gebiet der Stadt. Südlich davon erstrecken sich die geschützten Landschaften der Hildener Heide. Jaberg und Sandberg markieren hier den Übergang zum höher gelegenen Gebiet an der Grenze zu Haan.

Süden und Südwesten

Der Süden Hildens ist überwiegend durch Wohnquartiere unterschiedlicher Baujahre geprägt. An seinem südöstlichen Rand geht das Stadtgebiet in die zu Solingen gehörende Ohligser Heide über. Diese Nähe zu Wald- und Heideflächen verleiht den Randlagen einen eigenen Wohncharakter.

Westen

Der Westen Hildens ist stärker von Bahn, Gewerbe und den Verbindungen nach Düsseldorf geprägt. Hier liegt auch der Bahnhof Hilden. Nordwestlich des Stadtgebiets beginnt auf Düsseldorfer Boden die Seenlandschaft rund um den Elbsee. Das Gebiet dient vor allem der stillen Erholung und dem Naturschutz; als öffentlicher Badesee ist der Elbsee nicht freigegeben.

Verkehr und Anbindung

Hilden liegt unmittelbar am Autobahnkreuz Hilden und ist über A3, A46 und A59 hervorragend mit Düsseldorf, dem Ruhrgebiet, Köln und dem Bergischen Land verbunden. Die gute Erreichbarkeit zählt zu den wichtigsten Standortvorteilen der Stadt.

Im Schienenverkehr verfügt Hilden über die Stationen Hilden und Hilden Süd. Die S1 verbindet beide Haltepunkte mit Solingen sowie über Düsseldorf, Duisburg, Essen und Bochum mit Dortmund. Auf dem zentralen Streckenabschnitt verkehrt sie tagsüber regelmäßig.

Am Bahnhof Hilden hält außerdem der RE 47. Die stündliche Verbindung führt von Düsseldorf über Hilden und Solingen nach Remscheid-Lennep. Mehrere Buslinien der Rheinbahn ergänzen das öffentliche Verkehrsangebot. Die frühere Straßenbahnverbindung wurde 1962 eingestellt.

Kultur, Bildung und Freizeit

Der bekannteste Sohn der Stadt ist Wilhelm Fabry, geboren 1560. Er gilt als bedeutendster deutscher Wundarzt der Frühen Neuzeit und als einer der Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie.

Seinen Namen trägt das Wilhelm-Fabry-Museum. In der historischen Kornbrennerei verbindet es medizin- und stadtgeschichtliche Themen mit wechselnden Kunstausstellungen. Ein besonderes Zeugnis der Hildener Industriegeschichte ist die dort erhaltene Dampfmaschine aus dem Jahr 1887.

Die Stadthalle ist der größte Veranstaltungsort der Stadt und bietet Raum für Konzerte, Theater, Kabarett, Karneval und weitere Veranstaltungen. Zeitgenössische Kunst zeigt der Kunstraum im Gewerbepark-Süd – passend zur Hildener Geschichte in einem früher industriell geprägten Umfeld.

Auch die Bildungslandschaft ist breit aufgestellt. Neben den städtischen und konfessionellen Grundschulen gibt es eine Sekundarschule, eine Realschule, zwei Gymnasien und zwei Gesamtschulen. Ergänzt wird das Angebot durch Förderschulen, ein Berufskolleg sowie die städtische Musikschule. Die Volkshochschule betreiben Hilden und Haan gemeinsam.

Was den Immobilienstandort Hilden prägt

Der Hildener Immobilienmarkt wird vor allem durch drei Besonderheiten geprägt.

Erstens ist das Stadtgebiet kompakt und dicht bebaut. Große Flächen für neue Wohngebiete sind selten. Das Angebot wird deshalb überwiegend von Bestandsimmobilien bestimmt – und ein gut nutzbares Grundstück besitzt besonderes Gewicht.

Zweitens ist der Gebäudebestand ausgesprochen vielfältig. Historische Häuser rund um den Alten Markt, dichter Wohnungsbau der Nachkriegszeit, Einfamilienhausgebiete der 1960er- und 1970er-Jahre sowie jüngere Wohnquartiere liegen oft nur wenige Minuten voneinander entfernt. Eine pauschale Bewertung für das gesamte Stadtgebiet greift daher zu kurz.

Drittens entscheiden die Randlagen. Eine Immobilie am Stadtwald oder an der Hildener Heide folgt einer anderen Bewertungslogik als ein Haus in der verdichteten Innenstadt oder im gewerblich geprägten Westen. In Hilden können bereits wenige Straßen den Charakter und den Wert einer Lage verändern.

Die amtliche Grundlage für die Bewertung bildet die Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Mettmann. Der Ausschuss wertet die notariell beurkundeten Verkäufe aus und veröffentlicht regelmäßig den Grundstücksmarktbericht für Hilden und die übrigen Städte des Kreises.

Wie sich der aktuelle Immobilienmarkt in Hilden und in den Nachbarstädten entwickelt, lesen Sie in unseren Marktberichten.

Wenn Sie in Hilden verkaufen möchten, finden Sie den Einstieg auf der Seite Immobilienmakler Hilden.

Häufige Fragen

Wo liegt Hilden?

Hilden liegt im Kreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen, südöstlich von Düsseldorf und westlich von Solingen. Die Stadt markiert den Übergang vom Rheinland ins Bergische Land. Nachbarstädte sind Erkrath, Haan, Solingen, Langenfeld und Düsseldorf.

Wie viele Einwohner hat Hilden?

Hilden hat rund 56.000 Einwohner und ist damit die viertgrößte Stadt im Kreis Mettmann. Auf einer Fläche von knapp 26 Quadratkilometern gehört die Stadt zu den am dichtesten besiedelten Kommunen Deutschlands.

Seit wann ist Hilden eine Stadt?

Hilden erhielt 1861 die Stadtrechte nach der Rheinischen Städteordnung. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes reicht bis 985 zurück. Die Erhebung zur Stadt folgte auf das Bevölkerungswachstum während der Industrialisierung.

Wie ist Hilden mit Bahn und Auto angebunden?

Hilden liegt am Hildener Kreuz und ist über die A3, die A46 und die A59 erreichbar. Die S-Bahn-Linie S1 hält an den Haltepunkten Hilden und Hilden Süd und verbindet Solingen über Düsseldorf mit Dortmund. Seit Dezember 2022 hält in Hilden zusätzlich der RE 47.

Welche Naherholungsgebiete gibt es in Hilden?

Zu den Naherholungsgebieten zählen der Hildener Stadtwald im Nordosten, die Hildener Heide zwischen A3 und A46 sowie das Heidegebiet Karnap-West im Südwesten. Der Stadtwald ist das größte unbebaute Gebiet der Stadt.