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09.11.2017 Raumordnungsbericht: Landflucht hält an

Erstmals seit 2011 veröffentlicht das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) wieder einen Raumordnungsbericht. Aus diesem geht hervor: Während Großstädte und Ballungsräume zwischen 2005 und 2015 um rund 1,4 Millionen Einwohner gewachsen sind, schrumpfen Mittel- und Kleinstädte stetig.

Wachsende Gesamtbevölkerung

Im Zeitraum von 1990 bis 2015 ist die Gesamtbevölkerung um etwa zwei Millionen, auf 82,2 Millionen, angewachsen. Von diesem Zuwachs profitieren jedoch hauptsächlich Großstädte und Ballungsräume: Zwischen 2005 und 2015 sind 37 Prozent der Mittelstädte und 52 Prozent der Kleinstädte stetig geschrumpft. 68 von 401 Kreisen gelten bereits heute als „dünn besiedelt“, das heißt, sie haben weniger als 100 Einwohner je Quadratkilometer. Im Jahr 2035 könnten bereits 96 Kreise betroffen sein.

Auswirkungen auf ländliche Infrastruktur

Die Landflucht zeigt deutliche Auswirkungen auf die dortige Infrastruktur: 28 Prozent der Deutschen können ohne Auto keinen Supermarkt erreichen – in Großstädten können jedoch 92 Prozent zu Fuß zum Einkaufen gehen. Auch Ärzte und Berufsfeuerwehren gibt auf dem Land immer weniger – Das erschwert die Versorgung im Notfall. Etwa 80 Prozent der Landbewohner haben keinen Hausarzt in direkter Umgebung.

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11.03.2021 Wissenswert: die Homeoffice-Pauschale

Bisher war in der Steuererklärung lediglich das Arbeitszimmer absetzbar und dieses auch nur unter bestimmten Umständen. Im Zuge der Corona-Krise wurde die Homeoffice-Pauschale beschlossen – doch nicht alle Betroffenen profitieren.

Homeoffice-Pauschale auch ohne Arbeitszimmer
Die Vorgaben zum Absetzen eines Arbeitszimmers sind streng reguliert. So muss das Arbeitszimmer zum Beispiel ein separater Raum sein und mindestens zu 90 Prozent zu Arbeitszwecken genutzt werden. Da jedoch während der Corona-Krise viele Steuerpflichtige unter provisorischen Bedingungen von zuhause arbeiten, wurde die Homeoffice-Pauschale beschlossen. Für jeden Tag im Homeoffice können Steuerpflichtige fünf Euro absetzen. Voraussetzung ist, dass die betriebliche oder berufliche Tätigkeit an diesem Tag ausschließlich in der eigenen Wohnung ausgeübt wurde. Sie ist auf 600 Euro bzw. 120 Tage gedeckelt.

Wer profitiert von der Pauschale?
Leider kommt die neue Hilfe bei vielen Betroffenen nicht an, da sie in die bereits bestehende Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.000 Euro eingerechnet wird. Die Werbungskosten beinhalten fast alle Kosten, die Berufstätigen im Rahmen ihrer Tätigkeit entstehen. Demnach profitieren von der neuen Pauschale nur Berufstätige, die inklusive der Werbungskosten Ausgaben von über 1.000 Euro haben. Da die Fahrtkosten bei den meisten Steuerpflichtigen den Löwenanteil der Werbungskosten ausmachen, profitieren Pendler am ehesten. Steuerpflichtige sollten demnach individuell prüfen, ob die Pauschale für sie absetzbar ist.

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